Sprache als Produktivfaktor nutzen

Seit Anfang der 1990er Jahre habe ich Corporate Wording – das Konzept für unternehmerische Schreibkultur – in Buchverlagen (Campus, Frankfurter Allgemeine Buch) und Fachzeitschriften publiziert, ab 1994 als Marke registriert, an öffentlichen und privaten Institutionen gelehrt sowie in Unternehmungen im deutschsprachigen Raum umgesetzt (z. B. AMS, Audi, Basler, Debeka, Österreichische Post, Ravensburger, Roland, SEB Private Bank).
2020 erfolgte die CW-Staffelübergabe an die H&H Communication Lab GmbH, Institut für Verständlichkeit. Dort wird das Werk unter der Marke Corporate Wording® von einem kompetenten Team aus kreativen Wissenschaftlern und erfahrenen Praktikern – darunter mein Sohn Andreas Förster – weitergeführt.

Darstellung eines strategischen und
operativen Konzepts aus der Praxis

Aus dem Handbuch „Sprache in der Wirtschaft“

Abstract
Im Mittelpunkt der Corporate Wording-Strategie steht das Sprachklima, das durch Wortlaut und Sprachstil geprägt wird. Die im Leitbild kommunizierten Markenwerte bilden den Maßstab. Das CW-Manual liefert Vorgaben zu vier Dimensionen für Textqualität: Lesbarkeit, Konsistenz, Wortvielfalt und Emotionsgehalt. Softwaretools messen das Sprachklima, optimieren Schwachstellen, prüfen den Wortlaut und bieten Alternativen. Die wesentlichen Ziele des Corporate Wordings lauten: Identität stärken, Image positiv beeinflussen, Schreibprozesse vereinfachen, Kommunikation individualisieren und Content reduzieren. Die Strategie ist mit der 4-Farben-Sprachmethode verknüpft. Farb-Codes bilden eine Brücke zwischen Grundfunktionen der Sprache und der menschlichen Wahrnehmung. Mitarbeiter lernen markenkonformes Texten – relevant für Zielgruppen unterschiedlichster Lebenswelten. Corporate Wording hat sich bewährt [seit mehr als 25 Jahren] und kontinuierlich weiterentwickelt auf dem Weg von der unternehmerischen Schreibkultur hin zum Corporate Wording-Engineering. Heute wollen Unternehmen Lösungen, welche das Schreiben und Lesen vereinfachen, die Kommunikation durch Standards individualisieren und die Zeit vom Erstellen der Texte bis zur Veröffentlichung deutlich verkürzen.

Inhalt
1 Identität durch Corporate Wording
2 Sprache als Produktivfaktor nutzen
3 Sprachliche Identität schaffen
4 Die Methode der 4-Farben-Sprache
5 Kommunikation industrialisieren
6 Literatur

Der vollständige Beitrag umfasst 22 Seiten und steht zum Download als PDF zum Kauf beim Verlag De Gruyter bereit:

Quellenangabe:
Förster, Hans-Peter. “22. Corporate Wording”. Handbuch Sprache in der Wirtschaft, edited by Markus Hundt and Dorota Biadala, Berlin, München, Boston: De Gruyter, 2015, pp. 459-481. https://doi.org/10.1515/9783110296211-024


WEITERE AUTORENBEITRÄGE IN BÜCHERN

2019 – Recruiting Guide, Thema Print Recruiting – Stellenanzeigen auf dem Prüfstand, Beitrag: Die Wortwahl entscheidet über den Erfolg, Wolters Kluwer, Köln

2009 – Jahrbuch der Unternehmenskommunikation, Band 3, Beitrag: Mit dem CW-Kompass auf Identitätskurs, Corporate Wording®, Econ/Handelsblatt, Berlin

2008 – Leitfaden Dialog Marketing, Beitrag: Mailing-, Flyer- und Katalogtexte optimieren, Verlag Marketing Börse

2008 – Leitfaden Online Marketing, Beitrag: Corporate Wording® im Webdesign, Verlag Marketing Börse

2001/2007 – Kommunikationsmanagement, Beitrag: Presse-Präsentationen planen, Herrmann Luchterhand Verlag, Kriftel

1999 – PR- und Medienberater, Beitrag: Schriftliche PR, Barometer des Sprachklimas, Campus Verlag, Frankfurt/New York

1997 – Vom Klingelbeutel zum Profitcenter, Beitrag: Vom Reiz der Wörter, Verlag Das Sonntagsblatt, Hamburg

1997 – Unternehmen Kirche, Beitrag: Wie die Kirche ihre Sprache renovieren könnte, Kognos Verlag , Stadtbergen

1995 – Freie Laufbahn, Berufe für Geisteswissenschaftler – Beitrag: Über Disziplinen der Bewegung, Darstellung, Information und Konfrontation, Bollmann Verlag, Mannheim